Nationalratswahl 2013

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PARTEIEN und SPITZENKANDIDATEN

Am 29. September findet die National-Rats-Wahl statt.
In ganz Österreich treten neun Parteien zur Wahl an.
Sie alle wollen in den National-Rat.
Welche Parteien das schaffen,
entscheiden alle österreichischen Bürgerinnen und Bürger,
die wählen dürfen.
Wählen können in Österreich alle Menschen die 16 Jahre alt sind.
Man kann aber auch älter als 16 Jahre sein..

Übersicht: Wen kann ich wählen?

Man kann immer nur eine Partei wählen.
Jede Partei setzt sich für bestimmte Themen ein.
Jede Partei hat einen Spitzenkandidaten oder eine Spitzenkandidatin.
Er ist der Chef einer Partei.
Sie ist die Chefin einer Partei.

SPÖ, das ist die Abkürzung für die  Sozialdemokratische Partei Österreichs
 

Das Wort sozial bedeutet, dass man sich für Menschen einsetzt.
Das Wort Demokratisch bedeutet, dass alle mitentscheiden können.
Werner Faymann ist der Chef der SPÖ.
Mit seiner Partei kämpft er vor allem um Bildung und Arbeits-Plätze.
Es ist wichtig, dass Menschen für ihre Arbeit gerecht bezahlt werden.
Alle Bürgerinnen und Bürger müssen von ihrem Geld gut leben können.

ÖVP, das ist die Abkürzung für die Österreichische Volkspartei
 

Der Chef der ÖVP ist Michael Spindelegger.
Die ÖVP setzt sich besonders für Familien ein.
Eltern sollen mehr Geld für ihre Kinder bekommen.
Sie sollen sich nicht mehr zwischen Kind und Beruf entscheiden müssen.

Die Grünen

Parteichefin ist Eva Glawischnig.
Sie und ihr Team setzen sich sehr für eine saubere Umwelt ein.
Die Grünen wollen, dass Lebensmittel in unserer näheren Umgebung erzeugt werden.
Alle Bürgerinnen und Bürger sollen genau wissen,
wofür die Politik Geld ausgibt.

FPÖ, das ist die Abkürzung für  die Freiheitliche Partei Österreichs

Heinz-Christian Strache ist Chef der FPÖ.
Seine Partei kämpft besonders für Gerechtigkeit.
Alle Menschen in Österreich müssen sich an bestimmte Regeln halten.
Das gilt auch für Fremde.
Wer sich nicht daran hält, muss in seine Heimat zurückkehren.

BZÖ, das ist die Abkürzung für das Bündnis Zukunft Österreich

Josef Bucher ist Chef vom BZÖ.
Ein großes Thema seiner Partei ist Bildung.
Zum Beispiel die Nachhilfe.
Das ist für viele Eltern zu teuer.
Deshalb soll Nachhilfe nicht zuhause, sondern in der Schule stattfinden.
Lehrer sollen ihren Schülern und Schülerinnnen
in der unterrichtsfreien Zeit Nachhilfe geben.

Team Stronach

Das Team Stronach ist eine neue Partei.
Chef ist Frank Stronach.
Er fordert unabhängige Menschen im Parlament.
Das heißt:
Auch Menschen, die zu keiner Partei gehören,
sollen die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern
im Parlament vertreten.
Abgeordnete sollen nicht länger als zwei Amtsperioden im Parlament arbeiten.
Klicken Sie auf das unterstrichene Wort.

Kleine Parteien – große Ziele

Auch kleine Parteien treten bei der National-Rats-Wahl an. Sie haben nicht so viele Wähler wie die anderen Parteien. Aber auch sie wollen im Parlament mitreden. Und auch sie wissen genau, was sie in Österreich verändern möchten.

KPÖ, das ist die Abkürzung für die Kommunistische Partei Österreichs

Der Chef der KPÖ ist Mirko Messner.

Ein wichtiges Thema für die KPÖ ist die soziale Sicherheit.
Viele Menschen in Österreich müssen sehr viel arbeiten,
um von dem Geld leben zu können.
Trotzdem reicht das Geld dafür oft nicht aus.
Die KPÖ findet das nicht in Ordnung.
Deshalb soll es in Zukunft für diese Menschen eine schnelle Hilfe geben.
14-mal im Jahr sollen sie 1.000 Euro bekommen.
Wie viel Geld die Personen verdienen,
mit denen die Menschen zusammenleben, darf dabei keine Rolle spielen.

NEOS, das ist die Abkürzung für Das Neue Österreich
Matthias Strolz ist der Chef der NEOS.
Gemeinsam mit seiner Partei kämpft er für eine gute Bildung.
Das beginnt schon bei der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern.
Sie sollen in Zukunft eine Aufnahme-Prüfung machen müssen.
Außerdem sind die NEOS für eine Grund-Schule
 die neun Jahren dauern soll.
Schülerinnen und Schüler sollen sich nicht mit 10 Jahren entscheiden müssen,
welche Schule sie weiter besuchen wollen.
Die Entscheidung ist auch immer für die Eltern schwer.

 

Die Piratenpartei Österreichs
Der Chef der Piraten ist Mario Wieser.
Er fordert mit seinem Team vor allem mehr Durchsichtigkeit.
Die Menschen in Österreich sollen wissen,
was in ihrem Land passiert.
Bürgerinnen und Bürger sollen nicht mehr
ohne Grund überwacht werden dürfen.
Uneingeschränkte Mobilität ist für die Piratenpartei ein wichtiges Menschen-Recht.
Alle Menschen sollen öffentliche Verkehrs-Mittel daher ohne Fahr-Schein benützen dürfen.

Wählen – wie geht das eigentlich?

Politiker und Politikerinnen treffen im Parlament Entscheidungen.
Am 29. September entscheidest DU!
Welche Parteien werden in den nächsten 5 Jahren im National-Rat sitzen?
Wer wird die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Parlament vertreten?
Mit deiner Stimme entscheidest du mit!
Wie das geht?
Hier bekommst du alle wichtigen Informationen:

Darf ich wählen?

Ja.
Du musst 16 Jahre alt sein.
Du kannst auch älter als 16 Jahre sein.
Du musst Österreicher oder Österreicherin sein.
Alle Bürgerinnen und Bürger von Österreich dürfen wählen.

Wie kann ich wählen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, an der National-Rats-Wahl teilzunehmen:

  1. Persönlich im Wahl-Lokal

Du gehst am 29. September in dein Wahl-Lokal.
Dort kannst du deine Stimme abgeben.
Du musst einen amtlichen Lichtbildausweis mitnehmen.
Zum Beispiel dein Führer-Schein oder deinen Reise-Pass.
Vor der Wahl schickt Dir deine Gemeinde oder dein Bezirk eine Einladung zur Wahl.
Dort steht genau drinnen,
wo sich dein Wahl-Lokal befindet.

  1. Schriftlich mit der Wahlkarte

Was mache ich, wenn ich am 29. September nicht wählen gehen kann?
Keine Sorge.
Du kannst deine Stimme auch mit der Wahl-Karte abgeben.
Die Wahl-Karte bekommst du in deiner Heimat-Gemeinde oder Deinem Bezirks-Amt.

Wie komme ich zu meiner Wahl-Karte?

Ganz einfach.
Du kannst deine Wahl-Karte SCHRIFTLICH bei deiner Gemeinde oder Deinem Bezirk bestellen.
Achtung: Das geht nur mehr bis zum
25. September 2013, 0:00 Uhr.

Du hast auch die Möglichkeit deiner Gemeinde oder deinem Bezirk zu sagen,
dass du eine Wahl-Karte brauchst.
Schau einfach bei deiner Gemeinde oder deinem Bezirks-Amt vorbei.
Frag MÜNDLICH nach der Wahl-Karte.
Das geht noch bis 27. September 2013, 12:00 Uhr.

Auch über INTERNET oder HANDY kannst du deine Wahl-Karte bekommen.
Das ist allerdings nicht in jeder Gemeinde möglich.
Frag am besten direkt bei deiner Gemeinde nach,
ob sie das anbietet.
Oder du klickst auf die Internet-Seite Digitales Österreich.
Klicke auf das unterstrichene Wort.
Hier kannst du auch nachschauen.

Wo ist mein Wahl-Lokal?

Das steht in einem Brief von deiner Gemeinde oder deinem Bezirks-Amt.
Du bekommst ihn immer vor der Wahl mit der Post.
Dort steht die genaue Adresse von deinem Wahl-Lokal.
Oft ist es ein öffentliches Gebäude in deiner Gemeinde oder deinem Bezirk
Das kann zum Beispiel eine Schule oder ein Gemeinde-Amt sein.

… Und wenn ich dann im Wahl-Lokal bin?

Im Wahl-Lokal sind immer Menschen, die bei der Wahl helfen.
Diese nennt man Wahl-Kommission.
 Bei ihnen meldest du dich mit deinem amtlichen Licht-Bild-Ausweis an.
Du zeigst ihnen zum Beispiel deinen Reise-Pass.
Danach bekommst du einen Wahl-Zettel.
Und dann geht es schon ab in die Wahl-Zelle.
Dort kannst du ungestört und unbeobachtet deine Stimme abgeben.

Wahl-Zettel – und jetzt?

Jetzt wird es spannend.
Auf deinem Wahl-Zettel stehen viele Informationen. Ganz oben auf dem Wahl-Zettel stehen alle Parteien,
die bei der Wahl antreten.
Nun triffst du deine Wahl.
Mach ein Kreuz bei DEINER PARTEI.
Welche Partei das ist, ist ganz allein deine Sache.
DU entscheidest, wen du wählst!

Danach kannst du auch VORZUGS-STIMMEN abgeben.
Vorzugs-Stimmen kannst du an drei Personen vergeben. Sie müssen zu der Partei gehören,
die du gewählt hast.

Wie kann ich meine Vorzugs-Stimmen abgeben?

Es gibt drei Listen.

Manche Kandidaten und Kandidatinnen treten bundesweit zur Wahl an.
Das heißt Menschen in ganz Österreich können sie wählen.
Sie stehen auf der Bundes-Liste.
Auf der Bundes-Liste kannst du heuer
zum ersten Mal eine Vorzugs-Stimme vergeben.
Das ist neu.

Es gibt auch die Landes-Liste.
Hier stehen alle Politikerinnen und Politiker drauf,
die nur in einem bestimmten Bundes-Land zur Wahl antreten.
Zum Beispiel in Nieder-Österreich.

Und schließlich gibt es die Regional-Liste.
Manche Kandidatinnen und Kandidaten treten
 nur in einer bestimmten Region an.
Sie können nur von den Menschen gewählt werden,
die in dieser Region zuhause sind.
Zum Beispiel im Most-Viertel.

Aus jeder Liste kannst du dir nun eine Person aussuchen.
Insgesamt kannst du drei Vorzugs-Stimmen vergeben.
Wenn du keine Vorzugs-Stimmen abgeben möchtest
ist das auch in Ordnung.
Die Abgabe von Vorzugs-Stimmen ist freiwillig.

 

Warum sind Vorzugs-Stimmen wichtig?

Wenn eine Person genug Stimmen bekommt,
wird sie direkt ins Parlament gewählt.

An wen kann ich Vorzugs-Stimmen vergeben?

In jeder Wahl-Zelle liegt ein Heft auf.
Dort findest du die Namen von allen Kandidatinnen und Kandidaten,
die auf der Bundes-Liste stehen.

An der Wand in deiner Wahl-Zelle hängt ein Plakat.
Hier stehen die Namen von allen Personen,
die auf der Landes-Liste sind.

Die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten
von der Regional-Liste findest du direkt am Wahl-Zettel.

Wie gebe ich meine Vorzugs-Stimmen richtig ab?

Du kannst Vorzugs-Stimmen nur an
Kandidatinnen und Kandidaten aus der gleichen Partei vergeben.
Sie müssen zu der Partei gehören,
die du gewählt hast.
Das ist sehr wichtig.
Sonst sind die Vorzugs-Stimmen nicht gültig.

Jede Kandidatin und jeder Kandidat
hat auch eine bestimmte Nummer.
Diese Nummer nennt man Listen-Platz-Nummer.
Sie gibt an die Stelle der Person auf der Liste an., Überlege dir,
an wen du eine Vorzugs-Stimme vergeben möchtest.
Dann schreibst du auf deinen Wahl-Zettel den Namen der Person.
Oder du schreibst die Listen-Platz-Nummer der Person auf den Wahl-Zettel.